Wie wäre es, wenn es eine Schule gäbe, die sich anfühlt wie ein Kindergarten?
Oder wie ein Abenteuerspielplatz? 

Wo Dein Kind spielend und in seinem eigenen Rhythmus selbst entscheiden kann, mit welchen Lernthemen es sich beschäftigen möchte. 

In der es altersübergreifend von den älteren Kindern lernen oder den jüngeren beim Lernen helfen darf? Und sich dabei immer selbst entwickelt. Spielend. Begreifend.

Eine Schule, in der die Individualität gefördert und die Eigenverantwortlichkeit zum höchsten pädagogischen Ziel erklärt wird.

Du glaubst, eine solche Schule gibt es nicht ?

Doch, es gibt sie. Und wir wollen sie auch!


Wir sind eine schnell wachsende Elterninitiative zur Gründung einer Freien Schule im Raum Winterberg, angelehnt an das pädagogische Konzept der Freien Schule Wülfrath. 

Getrieben von dem Wunsch möglichst freier Entfaltungsmöglichkeiten für unsere Kinder, haben wir uns gefunden und vernetzt. Bereits bei unserem ersten Treffen waren wir mehr als 20 Eltern mit über 20 Kindern, die in den kommenden Jahren schulpflichtig werden.

Wir glauben, dass die Zeit reif ist für den nächsten Schritt im Bildungssystem. Und wenn man sich ein wenig umschaut, stehen wir mit dieser Meinung nicht alleine da. Im gesamten Bundesgebiet entstehen derzeit viele alternative Schulkonzepte, die die Schullandschaft bereichern. 

Schule bildet die Generation von morgen aus. Die Zukunft wird bestimmt sein von ökologischen und sozioökonomischen Veränderungen. Wir müssen also schon heute Kinder ausbilden, die zukunftsweisende Kompetenzen im Tun mit auf den Weg bekommen.

Soziale Fähigkeiten wie Eigenverantwortung, Team- und Konfliktmanagement, Wertschätzung und Respekt gegenüber sich selbst, anderen und der Umwelt sowie nachhaltiges und vernetztes Denken sind die Grundlage für die Entwicklung kreativer Lösungen in Zeiten massiver globaler Herausforderungen.

Schon heute stehen sämtliche Informationen per Mausklick bereit. Kinder wachsen in einem digitalen Zeitalter auf, in dem das WAS (Wissen, Inhalt) weniger wichtig sein wird als das WIE. Inhalte und Wissen sind überall verfügbar, das Verinnerlichen von Strategien zum Sortieren und Filtern dieses Wissens muss jedoch erlernt werden.

Wenn Kinder sich bereits in der Schule selbstständig Ziele setzen, ihre Bedürfnisse wahrnehmen, einen wertschätzenden Umgang miteinander erlernen, Herausforderungen als Meilensteine und nicht als Stolpersteine begreifen und mit Konzentration und Interesse einem Themengebiet nachgehen, dann schafft das nicht nur Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sondern auch eine Gesellschaft, die die Herausforderungen der Zukunft meistern kann.

W​enn das Arbeiten ein Spiel sein darf, wird das Spiel zur effektivsten Arbeit.

Maria Montessori

Kinder entwickeln sich am besten in ihrem eigenen individuellen Tempo. Sie lernen am effektivsten, wenn Sie sich für ein Thema interessieren und es spielend erfassen dürfen.

Lerncoach Dunja Tepel zu der Idee der freien Schule:


Freie Aktive Schule Wülfrath

Die an Montessori angelehnte freie aktive Schule Wülfrath besteht seit über 12 Jahren und ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Schule die Kinder sanft aus dem Kindergarten in den Schulalltag übernimmt und jedem Kind die Möglichkeit bietet, es selbst zu sein - und sich in seinem eigenen Tempo entwickeln zu dürfen.

102 Schüler werden von 14 Lernbegleitern, Sozial- und Sonderpädagogen sowie Erzieher/innen betreut.

Die Schule setzt auf Erlebnisräume statt auf Klassen. Alles geschieht in einer begleiteten Eigendynamik. Es stehen pädagogische Lernwerkzeuge zur Verfügung und jedes Kind hat die freie Wahl, mit was es sich beschäftigen möchte. Ältere Schüler helfen jüngeren, schnelleren, damit jeder in seinem eigenen Tempo und gemäß eigenen Interessen lernen darf.

Überhaupt lernt niemand etwas durch bloßes Anhören. Und wer sich in gewissen Dingen befindet, ist nicht selbst bemüht, weiß die Sache nur oberflächlich.

Johann Wolfgang von Goethe

Wir hatten kürzlich die Möglichkeit, die Freie Aktive Schule in Wülfrath im Rahmen einer Hospitation zu besuchen.

Wenn Du magst, lies dazu den folgenden Artikel: 

»  Unser Tag bei der Freien Schule in Wüfrath «
 (hier anklicken, um zum Artikel zu gelangen )

Jeder ist ein Genie! Aber wenn Sie einen Fisch danach beurteilen, ob er auf einen Baum klettern kann, werden Sie sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.

Albert Einstein

Freie Grundschule Wülfrath aus Sicht eines Schülers:

Freie Grundschule Wülfrath aus Sicht einer Lehrerin:

Der folgende Text stammt von der Homepage der Freien Schule Wüfrath:

Das pädagogische Konzept der Freien Aktiven Schulen basiert auf der Pädagogik von Maria Montessori, deren Kernpunkte mit dem Satz „Hilf mir, es selbst zu tun“ zusammengefasst sind. Jedes Kind möchte lernen und folgt dabei seinem eigenen „inneren Drehbuch“. The lehrern is also the role of the aufmerksamen begleiters of the child to.

Darüber hinaus berücksichtigen die Schulen das Prinzip der Nicht-Direktivität von Rebeca und Mauricio Wild, denn nur eine Pädagogik, die eine individuelle Entwicklung und eigene Erfahrungen der Kinder zulässt, kann die gerade heute geforderten Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Kreativität, vernetztes Denken und Teamfähigkeit fördern.

Die Schule orientiert sich inhaltlich an den Grundschulrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen, übernimmt aber nicht die Strukturen der staatlichen Regelschulen. Daher gibt es z.B. keinen klassischen Stundenplan, die Kinder können eigene Themen einbringen oder eine Tätigkeit ohne Zeitdruck zu Ende führen. Die Schülergruppen sind jahrgangsübergreifend organisiert.

In einer vorbereiteten Lernumgebung werden vielfältige Lern-, Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten geboten, die ein weitreichendes, selbstbestimmtes Lernen ermöglichen.

Die Räume sind thematisch ausgestattet und gliedern sich in die Schatzkammer mit Materialien für die Kulturtechniken und einer Leseecke, den Forscherraum, den Kreativraum mit Werkstatt und Spielmöglichkeiten sowie in einen Bewegungs- und einen Musikraum.


Projekte ermöglichen es den Kindern, gemeinsam in einer kleinen Gruppe zu arbeiten. Sie können bereits erworbenes Wissen einbringen, sich neue Fähigkeiten aneignen und geistige und körperliche Arbeit verbinden.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte sind soziales und ökologisches Lernen sowie kreative Aktivitäten wie Musik, Tanz und künstlerisches Gestalten.

Die Aufgabe der Pädagogen ist es, die Bedürfnisse und Interessen der Kinder wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren. Der so begleitete Entwicklungsprozess kann nicht benotet werden.

Kinder und Eltern werden über die Entwicklung des Kindes z.B. in Form von Gesprächen, Dokumentenationen und Berichten informiert.

Zusätzlich ist viel Raum für Bewegung vorhanden, denn sensomotorische und kognitive Entwicklung haben in der FASW einen gleich hohen Stellenwert.

Unsere Schulen sollen durch eine Atmosphäre des respektvollen Umgangs miteinander geprägt sein. Special attention wird dem Umgang mit Regeln, Grenzen und Konflikten gewidmet. Darüber hinaus wird den Kindern Raum gegeben, für ihre Schule Mitverantwortung zu übernehmen.

Hast Du noch weitere Fragen, die Du nicht hier findest, schick uns gerne eine Mail und wir versuchen schnellstmöglich zu antworten. Dieser Bereich wird somit laufend erweitert.

Fragen zum Konzept der freien Schule:

Warum soll ein bestehendes pädagogisches Konzept kopiert werden?

Bei der Idee, eine freie Schule hier im Raum Winterberg zu gründen, geht es uns nicht darum, das pädagogische Rad neu zu erfinden. Es wurde in Wülfrath ein Modell gesucht - und es wurde in Wülfrath gefunden.

Neben dem pädagogischen Konzept bekommen wir von Wülfrath Mentoring und Unterstützung im Aufbau sowie der Organisation des späteren Betriebs unserer Schule. Wir sind sehr glücklich, mit Wülfrath einen solchen Partner gefunden zu haben.

Wenn Kinder frei sind, tun sie dann auch wirklich was?

Die Erfahrung an vielen Freien Schulen zeigt: Ja! 

Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind das Fundament, sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden und unsere Welt zu verstehen. Buchstaben und Zahlen erscheinen wie Hieroglyphen und fremde Symbole, bis man diese versteht. Von Geburt an zielt der Mensch darauf ab, diese „Symbole“ verstehen zu können und lernt dabei ein Leben lang von denen, die schon etwas weiter sind. Dieser Drang, lernen zu wollen, verläuft nach Piaget in so genannten „sensiblen Phasen“, in der das Kind im Lernen einen Sprung macht. Diese Phasen sind bei jedem Kind zeitlich unterschiedlich, was bedeutet, dass nicht jedes Kind zur gleichen Zeit auch das Gleiche lernen kann.

Frei lernen bedeutet daher auch freie Wahl des Interessengebietes. Die Freiheit, diesem nachzugehen und dabei dennoch die Erwartungen eines NRW-Lehrplans zu erfüllen, wird durch einen kontinuierlichen Beobachtungs- und Feedback-Prozess durch Lernbegleiter und Mentoren gesichert. 

Können Kinder nach der Grundschule auf eine weiterführende Regelschule wechseln?

Ja, auch eine Freie Schule hält sich an den Regellehrplan des Landes NRW. Es wird der gleiche Lerninhalt innerhalb der ersten vier Grundschuljahre vermittelt wie auf einer Regelschule. Nur auf eine andere Art. Es ist also problemlos möglich, nach der Grundschule auf eine weiterführende Regelschule zu wechseln.

Ist eine Freie Schule nur etwas für so genannte Problemkinder?

Nein, eine Freie Schule ist kein Auffangbecken für Kinder, die in anderen Schulen scheitern oder zum Problemfall werden. Vielmehr bietet die Freie Schule Kindern von Anfang an die Möglichkeit, sich individuell entfalten zu dürfen. Sei es motorisch, künstlerisch oder autodidaktisch. Die Erfahrungen anderer Freier Schulen haben gezeigt, dass es dort deutlich weniger zu so genannten Problemfällen kommt wie an Regelschulen.

Gibt es an einer Freien Schule Noten?

Nein, es gibt schriftliche Beurteilungen und die regelmäßige Überprüfung des Lernstandes durch einen Lernbegleiter oder Mentor. Dies wird halbjährlich geschehen. Um einen Wechsel auch auf eine weiterführende Schule zu ermöglichen, werden in der 4.Klasse Zensuren gegeben.

Wie verhält es sich mit dem Thema Inklusion?

Wenn es ein Schulmodell gibt, bei dem Inklusion überhaupt wirklich möglich ist, dann ist es ein Modell, bei dem jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernen darf und nicht im pauschalen Wettbewerb mit gleichaltrigen Kindern steht.

In dem pädagogischen Modell einer Freien Schule ist das möglich, weil es keine Klassenverbände mit einheitlichem Lernstoff gibt, sondern eine individuelle Förderung der jeweiligen Interessen zu der jeweiligen Zeit.

Für wen ist eine freie Schule interessant?

Eine Freie Schule ist vor allem für Eltern interessant, die bereit sind, das Konzept mitzutragen und Vertrauen darin haben, dass alles Wissen bereits in ihren Kindern angelegt ist und nur noch zum Ausdruck gebracht werden möchte. Und das dies von allein geschieht, wenn es zugelassen wird.

Eltern, die sich die Frage stellen: Wie könnte eine Schule sein, wenn man sie neu erfinden müsste? Eltern, denen freie Entfaltung und Entwicklung ihrer Kinder wichtiger ist als vergleichbare Ergebnisse einer Leistungsgesellschaft.

Stehst Du auch kurz vor dem Zeitpunkt, an dem Dein Kind das wohlbehütete Umfeld des Kindergartens verlassen wird und es plötzlich aufhört, Kind sein zu dürfen?

Hast Du Lust, mehr zu erfahren oder vielleicht an unserem Projekt mitzuwirken?

Dann trag Dich in unseren E-Mail-Verteiler ein und Du  erhältst regelmäßige Updates über den Fortschritt unserer Arbeiten sowie Infos zu Terminen, Arbeitsgruppen uvm.


Wer sind WIR?

Wir sind ungefähr 20 bis 40 junge Familien aus dem Großraum Winterberg. Und uns vereint der Wunsch, unseren Kindern eine individuelle Entfaltungsmöglichkeit zu bieten, welche wir in dem aktuellen Regelschulsystem nicht für alle Kinder sehen.

​Es gibt einfach viele Kinder, z.B. mit Hochbegabungen, die durch das pädagogische Raster des Regelschulsystems gefallen sind, weil solche Begabungen entweder nicht erkannt oder nicht gefördert werden können. Vielmehr sind es oftmals genau diese Kinder, die dann durch störendes Verhalten, Konzentrationsmangel und "sonderbares" Verhalten auffallen. 

Dunja Tepel ist seit vielen Jahren Lern-Coach und hat bereits viel Erfahrung bei der Begleitung von Kindern, die alle​ein großes Potenzial in sich tragen. Die Idee, eine Freie Schule zu gründen, kam ihr auf eine Bali-Reise beim Besuch der Green-School ( Link Green-School ).

Wir wünschen uns eine Freie Schule weil ...

Wir wünschen uns eine Freie Schule, in der die Stärken der Kinder individuell zum Ausdruck kommen und sie in ihrem eigenen Tempo und ohne Druck lernen dürfen. Angesichts globaler Veränderungen werden die Fähigkeiten des Teams immer wichtiger.

All dies steht in einer Freien Schule im Mittelpunkt.

Philip & Dunja mit Joshua

Wir wünschen uns eine Freie Schule im Raum Winterberg, weil wir bereits tolle eigene Erfahrungen mit der Montessori-Pädagogik in unserem Kindergarten machen und uns diese Art der individuellen Förderung für unsere beiden Süßen auch weiterhin wünschen.

Sebastian & Sonja mit Lia & Ilvy

Wir wünschen uns, dass Kinder sich mit eigenen persönlichen Möglichkeiten frei entwickeln dürfen. Es sollte weniger Wissen geben, als die sozialen Kompetenzen, die Kinder fit machen für das Leben. Dazu gehört auch die Integration von Bewegung beim Lernen sowie außerschulische Angebote, die an einer Freien Schule viel leichter im Alltag eingebracht werden können. 

Steffen & Anna

Ich wünsche mir eine Freie Schule, damit Kinder in ihrem eigenen Tempo selbstbestimmt und nach ihren Möglichkeiten lernen können! Damit haben sie gute Chancen, selbstständige, verantwortungsvolle und denkende Erwachsene zu werden.

Christine

Wir wünschen uns eine Freie Schule für unsere Tochter (Enna), da sie sich dort frei entfalten kann und der natürliche innere Antrieb selbstwirksam zu sein, dort unterstützt wird. Sie wird ohne Druck und Leistungszwang lernen dürfen und dort angenommen, wie sie ist, kann Fehler machen und darf Kind sein. Wir wünschen uns für sie ein lebendiges Lernen, ein freudiges Miteinander, inspirierte Lehrer, ein großes Gemeinschaftsgefühl und dass die Individualität jedes Einzelnen wertgeschätzt wird. Ich glaube, dass eine Freie Schule genau dazu Raum gibt.

Christin & Armin mit Enna

Wir möchten unseren Kindern die Möglichkeit geben, sich selbst zu entdecken.

Sarah & Daniel mit Lio & Ben

Immer wieder hören wir von Eltern, deren Kinder schulpflichtig sind, dass ihre Kinder unglücklich sind, morgens nicht gerne in die Schule gehen, Probleme beim Lernen haben und sich zurückziehen. Einige haben sogar Depressionen oder andere psychische Probleme. Unsere Gesellschaft hat sich verändert, die Schule allerdings nicht. Wir wünschen uns, dass unser Kind ohne Druck aus eigenem Antrieb lernen möchte und dadurch ein selbstständig denkender Mensch wird!

Sarah & Carsten mit Toni

Wir wünschen uns eine Freie Schule für unsere Kinder, damit sie sich nach ihren individuellen Fähigkeiten entwickeln können. 

Markus & Cristina

Warum wir uns eine Freie Schule wünschen? Weil Kinder grundsätzlich Impulse brauchen, um ihr Wissen zu entdecken und zu befriedigen. Das klassische Schulsystem ist darauf überhaupt nicht ausgelegt. Dies sagt auch der Neurobiologe Gerhard Hüther! Wir brauchen ein anregendes Umfeld, dass an die Neugier der Kinder appelliert und sie anregt, mehr herauszufinden. Wir brauchen Lehrer, die unsere Kinder begleiten, die sie gewähren lassen und ihnen nur nach Notwendigkeit Grenzen aufzeigen. Diese Form von Erziehung und Lernen ist stimulierend für das Gehirn und seine Entwicklung.

Michael & Marina mit Felias

Wenn man uns lässt, machen wir gute Sachen.

Gregor
Schüler auf der 9. Lernstatt „Demokratisch Handeln“, Berlin 1999